Sie sind hier: Lebenshilfe Saarpfalz - Aktuell

Aktuell

Ein Fest gelebter Inklusion - Sommerfest der Lebenshilfe Saarpfalz an Maria Himmelfahrt fand große Resonanz

Bei der Lebenshilfe Saarpfalz wird gern gefeiert und viele St. Ingberter sollen an deren Veranstaltungen teilhaben. Deshalb wurde nicht nur per Zeitungsinserat und auf Plakaten für das traditionell an Maria Himmelfahrt statt findende Sommerfest im Schiffelland eingeladen, sondern auch persönlich. So machte es beispielsweise ein Bewohner des Wohnheims im Schiffelland, der beim Eventsamstag in der Fußgängerzone den Stand des Stadtmarketing aufsuchte und dort mächtig Werbung machte. Die Strategie schien Erfolg zu haben, denn das Sommerfest an Maria Himmelfahrt bei der Lebenshilfe war eins der bisher am besten besuchten.

Im vergangenen Jahr hatte man es wegen der Feierlichkeiten zum Lebenshilfe-Jubiläum ausfallen lassen. Umso mehr freuten sich alle, dass das Fest 2016 unter einem guten Stern stand. Schönes Wetter, gutes Essen, flotte Musik, eine riesige Tombola und auch ein Mitmach-Angebot für Kinder ließen es zu einer runden Sache werden.

Behinderte und Nichtbehinderte hatten gemeinsam Spaß. Während Stefan mit seiner Kindergitarre die Musik der Band „Boys named Sue“ zumindest optisch „unterstützte“ und sich direkt bei den ersten Takten Tanzpaare fanden, stand Anna-Maria staunend neben den Musikern und genoss deren Auftritt. „Ihr könnt ja schön spielen und du siehst toll aus“, bedachte sie den Mann am Keyboard mit ihrem Lob. „Das freut mich, ich bin übrigens der Jan“, stellte er sich seinem Fan vor. So kamen sich viele der gemeinsam Feiernden näher. „Das hier ist ein Fest der Integration, wo jeder willkommen ist. Wir freuen uns über die vielen Gäste“, so Markus Gestier, der Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz. Er hob besonders die Bereitschaft vieler Freunde der Lebenshilfe hervor, beim Fest zu helfen. An die Helfer ging sein spezieller Dank. Freude herrschte bei ihm aber auch über die beiden Spenden, die im Rahmen der Veranstaltung überreicht wurden. Den Anfang machte der Dudweiler Carneval-Club (DCC), der die Faschingsveranstaltung der Offenen Hilfen bei der Lebenshilfe seit drei Jahren mitgestaltet.

Freude über Spenden war groß

„Wir verkaufen immer Buttons und spenden den Erlös für einen guten Zweck. Bei euch hat es uns immer so gut gefallen, so dass sich der Vorstand entschlossen hat, dass ihr in diesem Jahr das Geld bekommt“, sagte Franz Kurth, Präsident des DCC, der mit vielen seiner Karnevalisten gekommen war. Kinderprinzessin Cassady I. übergab den 300-Euro-Scheck an Gestier, der im Anschluss eine weiter Spende von der Sparkasse entgegen nahm. „Wir haben zwar kein Prinzenpaar, aber ein Espressomobil, mit dem wir auch hier sind “, sagte Stefan Ricci, Leiter der Sparkassen-Filiale Am Markt, als er die Erlöse des mobilen Kaffee-Standes in Höhe von 250 Euro in Form eines Schecks an die Lebenshilfe spendete. Er engagierte sich mit seinem Team zum wiederholten Mal für die Lebenshilfe. „Ihr gehört schon fast zum Inventar“, sagte Gestier, als er sich für das soziale Engagement bedankte.

Bis in den späten Nachmittag wurde gefeiert und wer in der Nähe wohnte und nicht kommen konnte, bekam von der guten Laune doch noch etwas mit. „Ich höre die Musik... sooo schön“, schrieb eine St. Ingberterin im Internet.

Cornelia Jung

 Opens internal link in current windowHier finden Sie eine Bilder-Auswahl

 

 

Feier inklusive tollem Programm

Mit einer gelungenen Mischung aus Information und Unterhaltung feierte die Lebenshilfe Saarpfalz am 11. Juli in der ausverkauften St. Ingberter Stadthalle ihr 50-jähriges Bestehen. Menschen mit und ohne Behinderung boten eine erstklassige Show.

Markus Gestier und Michael Immig, die beiden Spitzen der Lebenshilfe Saarpfalz, konnten nur zutiefst bedauern, dass viele, viele Kartenwünsche für den Gala-Abend am Samstagabend unerfüllt bleiben mussten: Der Saal der Stadthalle in St. Ingbert war schon lange restlos ausverkauft. Und wer keine Eintrittskarten bekommen hatte, der hatte auch eine tolle Veranstaltung verpasst. Seit 50 Jahren gibt es die Lebenshilfe Saarpfalz, hervorgegangen aus den beiden Lebenshilfen St. Ingbert und Homburg. Und so ein runder Geburtstag muss selbstverständlich auch gebührend gefeiert werden. In einer festlich dekorierten Stadthalle, das Musical-Flair war sozusagen überall spürbar, hatte man ins „Cabaret Lebenshilfe“ eingeladen. Und präsentiert wurde in einem überaus kurzweiligen Programm mit sehr vielen, erstklassigen Showelementen, dazwischen aufgelockert durch professionell aufbereitete Filme, welche einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe, aber auch in das alltägliche Leben der Menschen mit Behinderungen gewährten. Zunächst begrüßten Markus Gestier und Michael Immig die zahlreichen Gäste, darunter auch mehrere Landtagsabgeordnete und Vertreter all jener Institutionen, mit denen die Lebenshilfe zusammenarbeitet. Auch der neue Landrat Theophil Gallo war unter den Gästen. In einem Grußwort lobte auch Bernd Seiwert, Abteilungsleiter im Sozialministerium, die Arbeit der Lebenshilfe. Diese betreut Menschen mit Behinderungen von der frühen Kindheit bis ins Alter. Die Lebenshilfe bietet interdisziplinäre Frühförderung, medizinisch-therapeutische Dienste, Kindertagesstätten, Jugendhilfeangebote, offene Hilfen, Wohnen, Arbeit und Beschäftigung sowie Fahrdienste. Der Abteilungsleiter überbrachte die Grüße der wegen eines anderen Termins verhinderten Schirmherrin Monika Bachmann und lobte die Lebenshilfe Saarpfalz für ihre „beispielhafte Arbeit“. Und er versprach den Gästen, die Ministerin sozusagen „neidisch“ zu machen: „Ich werde ihr mitteilen, welch ein tolles, dynamisches Programm sie hier verpasst hat“. Und in der Tat, die Verantwortlichen hatten ein flottes Programm angeboten, bei dem wohl jeder auf seine Kosten kam. Da präsentierte zunächst Entertainer Kai Scheffel seine sprechenden Puppen, wobei vor allem der Papagei Rocky mit rotzfrechen Sprüchen das Publikum amüsierte. Dann demonstrierte die amerikanische Sängerin Bridget Fogle die Bandbreite ihrer souligen Stimme mit internationalen Hits. Kess und etwas frivoler dann die Damen (oder Herren?) der Travestiegruppe „Diamond Divas“, die mit überaus gelungen Ausschnitten aus ihrem Programm beim Publikum punkteten. Glanzvoller Höhepunkt des Galaabends dann der Programmteil „Musicals inclusiv“. In einem tollen Modellprojekt hatte sich der Rohrbacher Karnevalsverein „Dann wolle ma emol“ bereit erklärt, kostenlos ein Musicalprojekt einzustudieren, wobei dem Publikum viele Musical-Hits aller aktuellen oder auch schon älteren Musicals präsentiert wurden. Und die Menschen mit Behinderungen waren im Rahmen dieses Projektes „inkludiert“ und hatten sichtlich viel Spaß bei ihrer Bühnenperformance. „Es wuchs zusammen, was zusammen gehörte“, kommentierte Michael Immig die gemeinsame Probenarbeit und den gelungenen Auftritt. Das Publikum dankte es mit donnerndem Applaus.

Aus der SZ, von Erich Schwarz, 13.07.2015

 Opens internal link in current windowWeitere Fotos finden Sie unter Media/Bildergalerie

Karnevalsverein engagiert sich für die Lebenshilfe Saarpfalz

Die Lebenshilfe Saarpfalz e.V. feiert am 11.07.2015 ab 18.00 Uhr ihr 50jähriges Jubiläum mit einer öffentlichen großen AbendveranstaltungDie Lebenshilfe Saarpfalz e.V. feiert am 11.07.2015 ab 18.00 Uhr ihr 50jähriges Jubiläum mit einer öffentlichen großen Abendveranstaltung in der St. Ingberter Stadthalle unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin Fr. Monika Bachmann.

Mit dabei ist neben international bekannten Künstlern wie z.B. Kay Scheffel und Bridget Fogle auch die Karnevalsgesellschaft "Dann wolle ma emol" Rohrbach. Rund 40 Akteure der Karnevalsgesellschaft bereiten sich derzeit auf diesen ganz besonderen Auftritt vor. Die Akteure zeigen jedoch nicht das übliche Programm, welches sie in der Karnevalszeit dem Publikum präsentieren.

Aus einer ersten Idee von Frau Geraci und Herrn Fuchs von der Lebenshilfe Saarpfalz ist ein tolles Projekt entstanden. Gemeinsam mit der Karnevalsgesellschaft werden Menschen mit Beeinträchtigung zu Musical-Stars. Carsten Meiser, 1. Vorsitzender der KG, ist besonders stolz auf dieses Projekt und betont: "Wir waren sofort begeistert von der Idee, dass wir gemeinsam mit der Lebenshilfe und den beeinträchtigten Menschen ein tolles Show-Programm unter dem Motto "Eine Reise durch die Musical-Welt der Lebenshilfe Saarpfalz" einstudieren.". Dass sich die Karnevalsgesellschaft ohne ein Honorar für die Lebenshilfe engagiert, ist für den Vorstand und die Akteure der KG selbstverständlich.

Nach einem gemeinsamen Training stellt Carsten Meiser abschließend fest: "Es ist eine tolle Erfahrung für alle, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam auf der Bühne stehen, dabei zusammen viel Spaß haben und nebenbei noch eine tolle Show entsteht." Der Blick in die erschöpften, aber zufriedenen Gesichter aller Akteure gibt ihm Recht. Die Vorfreude auf den gemeinsamen Auftritt und das Lampenfieber werden sicherlich noch mehr werden, je näher der Termin rückt.

Karten zum Preis von 17,00€ erhalten Sie unter 06894/921710 oder 06842/5109317

Die Lebenshilfe Saarpfalz hat Geburtstag

Dieses Jahr feiert die Lebenshilfe Saarpfalz Ihren 50. Geburtstag.


Hier finden Sie die Termine im Jubiläumsjahr.

Lebenshilfe Saarpfalz übergibt neu erbaute „Verbundeinrichtung für Arbeit und Beschäftigung“ in Homburg-Erbach offiziell ihrer Bestimmung

Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Herrn Andreas Storm, wurde am Freitag, den 06. Juni die neue Verbundeinrichtung für Arbeit und Beschäftigung, eine Kombination aus Betreuungsplätzen für schwerstbehinderte Menschen und Arbeitsplätzen für Personen, die noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Neben Herrn Minister Andreas Storm konnte der erste Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz, Herr Dr. Markus Gestier, zahlreiche weitere Ehrengäste begrüßen. U.a. waren die CDU- und SPD-Landtagsfraktion mit jeweils zwei Mitgliedern des saarländischen Landtages, darunter der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Herrn Hermann Scharf, vertreten. Der Saarpfalz-Kreis wurde vom neu gewählten Landrat, Herrn Dr. Theophil Gallo, vertreten, der für den erkrankten Landrat Clemens Lindemann eingesprungen war. Die Stadt Homburg, der ein besonderer Dank für die kostengünstige Überlassung des Grundstückes ausgesprochen wurde, war mit 3 Repräsentanten, darunter Herr Bürgermeister Klaus Roth sowie dem 1. Beigeordneten Klaus Schneidewind vertreten. Ferner nahmen an der Veranstaltung Vertreter der saarländischen Werkstätten, darunter der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Herr Diethar Geber, Vertreter der saarländischen Tagesförderstätten, vertreten durch Herrn Peter Schön und Repräsentanten der bauausführenden Firmen, von Wohlfahrtsverbänden, Lebenshilfeorganisationen sowie Einrichtungen des öffentlichen Lebens, von Schulen, Gemeinden teil.

Im Pressegespräch mit unserer Redaktion verwiesen der Vorsitzende, Herr Dr. Markus Gestier, und der Geschäftsführer der Lebenshilfe im Saarpfalz-Kreis, Herr Michael Immig, auf die Abstimmungs-, Planungs- und Realisierungsphase der Projektumsetzung.  Erste Erörterungen zur Notwendigkeit einer Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für die Tagesförderstätte fanden bereits im September des Jahres 2009, damals noch unter dem verstorbenen Vorsitzenden Klaus Josef Tussing, statt. Es gelang, die Vertreter der öffentlichen Hand von der Notwendigkeit einer Neubaumaßnahme zu überzeugen, so dass im August 2010 eine Besichtigung des möglichen Baugeländes mit Vertretern der Fachabteilung erfolgen konnte. Mit Bescheid vom 28.10.2010 wurden  sodann die beiden Maßnahmen (Tagesförderstätte und Ausbau der Werkstätte) grundsätzlich genehmigt und in die Landesbehindertenplanung eingebunden, womit der „Startschuss“ gegeben war, die Planungen nun voranzutreiben und zu konkretisieren. Im April 2011 erfolgten  die Vorlage einer ersten Machbarkeitsstudie sowie  einer entsprechenden Raumplanung. Im Dezember 2011 wurden, unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Fachministeriums als auch der Bundesagentur für Arbeit, die konkreten Bauplanungsunterlagen eingereicht.

Im März des Jahres 2012  erfolgte sodann, gemeinsam mit der beauftragten Architektengruppe, Jürgen De Giuli & Lavall mit Sitz in St. Ingbert,  eine weitere Erörterung der Planungsunterlagen, um diese mit dem entwickelten Musterraumprogramm „Tagesförderstätten“ des Saarlandes nochmals abzustimmen. Mit Schreiben vom Juli 2012 teilte sodann das Fachministerium der Unteren Bauaufsicht und unserer Einrichtung mit, dass gegen das Vorhaben in der geplanten Form keine grundsätzlichen Bedenken bestehen, sodass auf dieser Basis die Ausführungsplanungen und Ausschreibungen begonnen wurden.

Die Anforderungen an das Architekturbüro bestanden darin, zum ersten Mal im Saarland eine Verbundlösung zwischen einer Tagesförderstätte und einer Werkstatt für behinderte Menschen unter Beachtung der unterschiedlichen Vorgaben zum Raumprogramm zu errichten. So wurde das Gebäude – gemäß den Vorstellungen der Bauherrschaft – in drei unterschiedliche Nutzungszonen eingeteilt, die dennoch gegenseitig voneinander profitieren. Im Mittelteil des Gebäudes sind die sogenannten mehrfunktionalen Räumlichkeiten (u.a. Kantine, Förderräume, Mehrzweckhalle) errichtet worden, an denen sich sodann der Arbeitsbereich der Werkstatt im linken Teil bzw. die Tagesförderstätte im rechten Teil des Gesamtkomplexes anschließt. Insgesamt wurden ca. 1.600 m² Nutzfläche errichtet, wovon unter Berücksichtigung von anteiligen Gemeinschaftsflächen ca. 740 m² auf die Tagesförderstätte und ca. 860 m² auf den Werkstattbereich entfallen.

Die zur Errichtung der Gebäude erforderlichen Kosten bezifferte der Geschäftsführer der Lebenshilfe Saarpfalz, Herr Michael Immig, auf ca. 3.4 Mio. €, die über Eigenmittel einschließlich Zuschuss der Deutschen Behindertenhilfe in Höhe von 110.000,00 €,  Kreditmitteln in Höhe von 2.2 Mio. € vor- bzw. refinanziert wurden und langfristig über entsprechende Berücksichtigung des Investitionsaufwandes in den Kostensätzen der Werkstatt und der Tagesförderstätte anteilig durch die öffentliche Hand wieder erstattet werden.

Nach übereinstimmender Auffassung der Gäste, so die Lebenshilfevertreter, sei es gelungen,  eine „ansprechende und moderne“ Einrichtung zu realisieren. Die gelungene Verbindung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen eines „Werkstattbetriebes“ und einer „Tagesförderstätte“ in einem Gebäude stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar;  die Einrichtung dient somit einer noch stärkeren Verbindung zwischen den bis dato eher unterschiedlich betrachteten Beschäftigungsangeboten.

 

Schlüsselübergabe