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Inklusives Sommerfest 2018

„Schiffelland – Zauberland“

 Gute Stimmung herrschte an Maria Himmelfahrt im „Ilse De Giuli Haus“. Grund dafür war das Sommerfest, das mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen Aktivitäten für Groß und Klein zahlreiche Besucher anlockte.

Los ging es um 11 Uhr mit der Begrüßung der Gäste durch den stellvertretenden Vorsitzenden Christian Gläser, der die Veranstaltung feierlich eröffnete. Jessica Weis sorgte für die musikalische Begleitung und sorgte für gute Stimmung

Geboten wurde einiges. Den gesamten Tag konnten Kinder sich auf dem großen Spielplatz des Montessori Kindergarten austoben. Sie ließen sich schminken, machten Geschicklichkeitsspiele, schauten dem Zauberer zu oder nahmen ein Luftballontier mit nach Hause. Am Mittag verzauberten die Saarpfalz Rhythmikern den Gästen die Stimmung. Das große Highlight war um 14 Uhr die Zaubershow mit Markus Lenzen, der für große Augen und erstaunte Blicke sorgte.

Auch die groß bestückte Tombola fand großes Interesse. An dieser Stelle möchten wir uns bei den Spendern hierfür herzlich bedanken.

Auch gilt ein riesen Dank unseren fleißigen ehrenamtlichen Helfern. Ohne all die tolle Unterstützung wäre ein so tolles Fest nicht möglich.

Vielen Dank.

Mitgliederversammlung

„Es ist normal, verschieden zu sein“

Die Lebenshilfe Saarpfalz veranstaltete ihre jüngste Mitgliederversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Jeder Verein kennt sie: die Mitgliederversammlungen. Bei der Lebenshilfe fand die diesjährige Versammlung vergangenen Samstag im gemütlichen Kreis im Ilse-de-Giuli-Haus statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Markus Gestier und der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung gedachten die Anwesenden den verstorbenen Mitgliedern.

In den folgenden Tagesordnungspunkten gab Vorsitzender Markus Gestier seinen Bericht über das vergangene Jahr ab. Dabei stellte er besonders die Zukunftspläne der Lebenshilfe in den Fokus. Dazu gehört neben der Schaffung neuen Wohnraums und neuer Arbeitsplätze auch die Einrichtung eines eigenen Pflegedienstes, um die Klienten auch im hohen Alter optimal unterstützen zu können. „Wir möchten keine Konkurrenz zu bestehenden Pflegediensten darstellen“, betonte Geschäftsführer Michael Immig. „Ein kleiner und feiner Dienst für unsere Klienten.“ Auch die aktuellen Probleme beim Thema Frühförderung kamen zur Sprache. Behinderung werde inzwischen strenger beurteilt, Entwicklungsunterschiede seien nicht mehr groß genug und die ersten Ablehnungen lägen bereits vor. Immig sieht die Lage kritisch.

In seinem Bericht, zu dem auch der Kassenbericht gehört, gab er außerdem den Überblick über die aktuellen Zahlen der Lebenshilfe Saarpfalz. Dem Verein gehe es gut, insgesamt gab es 2017 1359 Klienten und 519 Mitarbeiter bei der Lebenshilfe. Es wurde ein Plus von 32 000 Euro erwirtschaftet, was Mehreinnahmen von zwei Prozent entspreche. Die Kostenreduzierung betrage fünf Prozent, so Immig. Sein Fazit: „Der Verein ist trotz Investitionen nicht überschuldet und finanziell gesund.“

Die Stellungnahme zum Kassenbericht erfolgte vom Steuerberatungsbüro Schulz und Sommer.

Der folgende Antrag auf Entlastung des Vorstandes erfolgte ohne Beanstandungen. Die anschließenden Wahlen für die kommenden drei Jahre erfolgten alle einstimmig per Handzeichen und die meisten Amtsträger übernahmen ihre Aufgaben ein weiteres Mal.

Markus Gestier bleibt der erste Vorsitzende, seine Stellvertreter wurden erneut Gisela Sell und Christian Gläser. Peter Hafner übernahm den Schriftführerposten.

Der Höhepunkt des Abends bestand in den Ehrungen der langjährigen Mitglieder. Für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft bekamen Peter und Carola Grimm die Ehrennadel, ganze 40 Jahre sind Christel Molter und Knut Schubert bereits bei der Lebenshilfe. „Es ist normal, verschieden zu sein“, titelten die Urkunden. Ein Motto, das auch Peter Möhrle viele Jahre lebte. Der dienstälteste Mitarbeiter geht in diesem Jahr in den Ruhestand. In seiner Zeit bei der Lebenshilfe hat er viele Menschen betreut und in den Bereichen Erziehung, Krankenpflege und Gruppenleitung jede Menge geleistet. Auch die Ferienmaßnahmen müssen nun ohne ihn auskommen, wenn er auch versprach, ab und an noch helfen zu kommen. „Es war eine schöne Zeit“, fasst Möhrle zusammen. Der perfekte Schlusssatz für diese Mitgliederversammlung, die mit gemeinsamem Essen ausklang.

 

Von Selina Carolin Summer, SZ

Ein Fest gelebter Inklusion - Sommerfest der Lebenshilfe Saarpfalz an Maria Himmelfahrt fand große Resonanz

Bei der Lebenshilfe Saarpfalz wird gern gefeiert und viele St. Ingberter sollen an deren Veranstaltungen teilhaben. Deshalb wurde nicht nur per Zeitungsinserat und auf Plakaten für das traditionell an Maria Himmelfahrt statt findende Sommerfest im Schiffelland eingeladen, sondern auch persönlich. So machte es beispielsweise ein Bewohner des Wohnheims im Schiffelland, der beim Eventsamstag in der Fußgängerzone den Stand des Stadtmarketing aufsuchte und dort mächtig Werbung machte. Die Strategie schien Erfolg zu haben, denn das Sommerfest an Maria Himmelfahrt bei der Lebenshilfe war eins der bisher am besten besuchten.

Im vergangenen Jahr hatte man es wegen der Feierlichkeiten zum Lebenshilfe-Jubiläum ausfallen lassen. Umso mehr freuten sich alle, dass das Fest 2016 unter einem guten Stern stand. Schönes Wetter, gutes Essen, flotte Musik, eine riesige Tombola und auch ein Mitmach-Angebot für Kinder ließen es zu einer runden Sache werden.

Behinderte und Nichtbehinderte hatten gemeinsam Spaß. Während Stefan mit seiner Kindergitarre die Musik der Band „Boys named Sue“ zumindest optisch „unterstützte“ und sich direkt bei den ersten Takten Tanzpaare fanden, stand Anna-Maria staunend neben den Musikern und genoss deren Auftritt. „Ihr könnt ja schön spielen und du siehst toll aus“, bedachte sie den Mann am Keyboard mit ihrem Lob. „Das freut mich, ich bin übrigens der Jan“, stellte er sich seinem Fan vor. So kamen sich viele der gemeinsam Feiernden näher. „Das hier ist ein Fest der Integration, wo jeder willkommen ist. Wir freuen uns über die vielen Gäste“, so Markus Gestier, der Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz. Er hob besonders die Bereitschaft vieler Freunde der Lebenshilfe hervor, beim Fest zu helfen. An die Helfer ging sein spezieller Dank. Freude herrschte bei ihm aber auch über die beiden Spenden, die im Rahmen der Veranstaltung überreicht wurden. Den Anfang machte der Dudweiler Carneval-Club (DCC), der die Faschingsveranstaltung der Offenen Hilfen bei der Lebenshilfe seit drei Jahren mitgestaltet.

Freude über Spenden war groß

„Wir verkaufen immer Buttons und spenden den Erlös für einen guten Zweck. Bei euch hat es uns immer so gut gefallen, so dass sich der Vorstand entschlossen hat, dass ihr in diesem Jahr das Geld bekommt“, sagte Franz Kurth, Präsident des DCC, der mit vielen seiner Karnevalisten gekommen war. Kinderprinzessin Cassady I. übergab den 300-Euro-Scheck an Gestier, der im Anschluss eine weiter Spende von der Sparkasse entgegen nahm. „Wir haben zwar kein Prinzenpaar, aber ein Espressomobil, mit dem wir auch hier sind “, sagte Stefan Ricci, Leiter der Sparkassen-Filiale Am Markt, als er die Erlöse des mobilen Kaffee-Standes in Höhe von 250 Euro in Form eines Schecks an die Lebenshilfe spendete. Er engagierte sich mit seinem Team zum wiederholten Mal für die Lebenshilfe. „Ihr gehört schon fast zum Inventar“, sagte Gestier, als er sich für das soziale Engagement bedankte.

Bis in den späten Nachmittag wurde gefeiert und wer in der Nähe wohnte und nicht kommen konnte, bekam von der guten Laune doch noch etwas mit. „Ich höre die Musik... sooo schön“, schrieb eine St. Ingberterin im Internet.

Cornelia Jung

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Karnevalsverein engagiert sich für die Lebenshilfe Saarpfalz

Die Lebenshilfe Saarpfalz e.V. feiert am 11.07.2015 ab 18.00 Uhr ihr 50jähriges Jubiläum mit einer öffentlichen großen AbendveranstaltungDie Lebenshilfe Saarpfalz e.V. feiert am 11.07.2015 ab 18.00 Uhr ihr 50jähriges Jubiläum mit einer öffentlichen großen Abendveranstaltung in der St. Ingberter Stadthalle unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin Fr. Monika Bachmann.

Mit dabei ist neben international bekannten Künstlern wie z.B. Kay Scheffel und Bridget Fogle auch die Karnevalsgesellschaft "Dann wolle ma emol" Rohrbach. Rund 40 Akteure der Karnevalsgesellschaft bereiten sich derzeit auf diesen ganz besonderen Auftritt vor. Die Akteure zeigen jedoch nicht das übliche Programm, welches sie in der Karnevalszeit dem Publikum präsentieren.

Aus einer ersten Idee von Frau Geraci und Herrn Fuchs von der Lebenshilfe Saarpfalz ist ein tolles Projekt entstanden. Gemeinsam mit der Karnevalsgesellschaft werden Menschen mit Beeinträchtigung zu Musical-Stars. Carsten Meiser, 1. Vorsitzender der KG, ist besonders stolz auf dieses Projekt und betont: "Wir waren sofort begeistert von der Idee, dass wir gemeinsam mit der Lebenshilfe und den beeinträchtigten Menschen ein tolles Show-Programm unter dem Motto "Eine Reise durch die Musical-Welt der Lebenshilfe Saarpfalz" einstudieren.". Dass sich die Karnevalsgesellschaft ohne ein Honorar für die Lebenshilfe engagiert, ist für den Vorstand und die Akteure der KG selbstverständlich.

Nach einem gemeinsamen Training stellt Carsten Meiser abschließend fest: "Es ist eine tolle Erfahrung für alle, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam auf der Bühne stehen, dabei zusammen viel Spaß haben und nebenbei noch eine tolle Show entsteht." Der Blick in die erschöpften, aber zufriedenen Gesichter aller Akteure gibt ihm Recht. Die Vorfreude auf den gemeinsamen Auftritt und das Lampenfieber werden sicherlich noch mehr werden, je näher der Termin rückt.

Karten zum Preis von 17,00€ erhalten Sie unter 06894/921710 oder 06842/5109317

Ilse de Giuli Haus der Lebenshilfe

v.l.n.r.: Michael Immig, Ilse de Giuli, Dr. Markus Gestier, Gisela Sell
v.l.n.r.: Michael Immig, Ilse de Giuli, Dr. Markus Gestier, Gisela Sell

Überrascht und sichtlich bewegt nahm Ilse de Giuli, wenige Tage nach ihrem 85. Geburtstag, die Ehrung entgegen:

Das Haus der Lebenshilfe im Schiffelland wird künftig den Namen ihrer Ehrenvorsitzenden tragen: „Ilse de Giuli Haus“. Der Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz, Dr. Markus Gestier, läutete diese neue Ära ein mit den Worten: „Mit dem heutigen Tag wird es dieses Haus der Lebenshilfe hier im Schiffelland in St. Ingbert nicht mehr geben.“ Der Beschluss des Vorstandes, das Haus der Lebenshilfe nach ihrer Ehrenvorsitzenden zu benennen, fand großen Anklang bei Freunden und Vertretern der Lebenshilfe aus Kreis- und Landesverband, an deren Spitze der Landesvorsitzende, Bernhard Müller.

Gisela Sell, 2. Vorsitzende und seit Gründung im Vorstand der Lebenshilfe aktiv, verwies in ihrer Rede auf die schwierige Anfangszeit und die einfachen Verhältnisse in der „Lebenshilfe-Familie“ unter denen die Vorständler um Frau de Giuli ehrenamtlich arbeiteten.

Geschäftsführer Michael Immig, der seit vielen Jahre in einem engen Vertrauensverhältnis äußerst erfolgreich mit Ilse de Giuli und auch ihren Nachfolgern an der Spitze der Behindertenorganisation zusammenarbeitet, trug den Anwesenden vor, was de Giuli seit 1975 alles für die behinderten Menschen erreicht hat. Dabei war das Haus im Schiffelland ein ganz wichtiger Meilenstein ihrer Arbeit. Immig verwies auf die Jahre zwischen Grundstückskauf und Fertigstellung des ersten Bauabschnittes 1987. Mehrfach wurde das Haus seitdem erweitert und bietet mittlerweile 34 Menschen und zahlreichen Kindern des Montessori-Kindergartens Heimat. Michael Immig brachte ihre Verdienste auf den Nenner: „Sie haben die Saat gesät und die Saat ist aufgegangen“.

Der Landrat des Saar-Pfalz-Kreises, Clemens Lindemann wusste von frühen Begegnungen mit Ilse de Giuli zu berichten, die ebenso hartnäckig wie charmant die Belange der Behinderten vertreten habe. Er ließ es sich nicht nehmen, sie in warmen Worten als „Seele“ und „Steuermann“ der Lebenshilfe zu würdigen.

Gemeinsam übergaben die beiden Vorsitzenden Markus Gestier und Gisela Sell mit ihrem Geschäftsführer Michael Immig das große Namensschild und befestigten es am vorgesehenen Platz im Foyer des Ilse de Giuli Hauses (s. Foto).

„Wir waren einfach betroffene Mütter und hatten nur eins im Kopf: Dass sich die Situation unserer betroffenen Kinder verbessern muss.“ Mit diesen bescheidenen Worten dankte die sichtlich gerührte Namenspatronin, Ilse de Giuli dem Vorstand der Lebenshilfe für diese Auszeichnung und leitete über zu einem schönen und harmonischen Nachmittag im Kreise der Freunde der Lebenshilfe-Familie.

 

Neues Schulbistro am „Von der Leyen-Gymnasium“ Kooperation mit der Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit –

Foto: Saarpfalz-Kreis / Steigner
Foto: Saarpfalz-Kreis / Steigner

Versorgung von morgens bis mittags Im Februar 2003 wurde am Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel im Rahmen der Freiwilligen Ganztagsschule vom Saarpfalz-Kreis ein Bistro eingerichtet. Bisher standen die Räume der FGTS während der mittäglichen Essenzeit zur Verfügung, in den übrigen Zeiten wurden die Küche und die sonstigen Räume von den verschiedenen schulischen Gruppen und Gremien für Veranstaltungen genutzt. Schulleiter Christoph Kohl bei der kleinen Feierstunde für das „neue“ Schulbistro: „Seit längerer Zeit bestand allerdings an der Schule der Wunsch, Schüler/innen, Kollegium und übrige Mitarbeiter/innen gesund und nach neuesten Standards zu versorgen. Dies ist mit der ab diesem Schuljahr durchgängigen Bewirtschaftung vom 7.30 Uhr bis 14 Uhr gelungen.“ Als Betreiber des Bistros konnte die in Mimbach ansässige Firma Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit (SWA) gewonnen werden, die mit drei Mitarbeiterinnen täglich nach DGE-Standards gesundes Frühstück, Snacks und Mittagsessen anbietet. Die Schule hofft, dass die Schulgemeinschaft von dem sehr ansprechenden Angebot des neuen Bistros regen Gebrauch macht und die Einrichtung ein voller Erfolg wird. Und Landrat Clemens Lindemann für den Schulträger: „Im Hinblick auf die Schulentwicklung ist der „Schule als Lebensraum“ somit ein weiterer wichtiger Baustein hinzugefügt worden und eine weitere Vernetzung zwischen Schule und Lebenswelt entstanden, die nach dem Willen von Schule und SWA in Zukunft neben Kooperationen mit der Stadt Blieskastel noch ausgebaut werden kann.“ Hintergrund: Die Lebenshilfe im Saarpfalz-Kreis bietet seit 2004 im Saarpfalz-Kreis über die SWA, Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit, gem. GmbH Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen aus der Region an. Aktuell beschäftigt die Einrichtung 158 Mitarbeiter/innen, hiervon 29 Personen, die derzeit eine Ausbildung im Berufsbildungsbereich absolvieren. Die Integration von Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stellt die oberste Zielmaxime einer Werkstatt für behinderte Menschen dar. Durch eine, auf Werkstattbeschäftigte individuell angepasste Vorgehensweise, Kooperationen mit verschiedenen Dienstleistungsbereichen und der Möglichkeit, verschiedene Arbeitsangebote vorhalten zu können, wird die Saarpfalz-Werkstatt ihrer Aufgabenstellung nach § 136 SGB IX gerecht. Die Schaffung von zwei ausgelagerten Arbeitsplätzen am Von der Leyen-Gymnasium ist die konsequente Umsetzung des vorgenannten Anspruches, der u.a. auch in Übereinstimmung mit den Zielen und Perspektiven der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen steht als auch in Übereinstimmung mit der UN-Konvention zur Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft. Mit dem Projekt „Schulbistro“ wird ein Vorhaben zum gegenseitigen Vorteil umgesetzt. Die SWA, welche als erste WfbM im Bundesgebiet durch die Deutsche Gesellschaft für gesunde Ernährung sowohl für die Verpflegung von Kindertageseinrichtungen als auch Schulen geprüft und zertifiziert wurde, kann ihren Mitarbeitern/innen über dieses Projekt eine Annäherung an den allgemeinen Arbeitsmarkt anbieten; sie können sich hier austesten, sich mit nicht beeinträchtigten Personen auseinandersetzen, neue Kontakte aufbauen und pflegen. Die Schüler/innen profitieren vom Leistungsangebot der SWA, indem sie ihr Frühstück im Bistro erwerben beziehungsweise einnehmen können; darüber hinaus sorgt die Werkstätte auch für die Mittagsverpflegung. Michael Immig, Geschäftsführer der SWA: „Wesentlicher erscheint uns jedoch allen, dass an dieser Stätte zukünftig Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in Kontakt treten, sich damit besser kennenlernen, Vorurteile abgebaut werden können.“ Die Lebenshilfe Saarpfalz setzt damit ihre Tradition fort, Chancen auszuloten, beeinträchtigte Menschen gemeinsam mit nicht behinderten Menschen in Kontakt zu bringen. Die integrative Kinderkrippe, der integrative Montessori-Kindergarten oder auch die Kooperation der Tagesförderstätte Blieskastel in der Biosphärenregion (u.a. Beitrag zur Pflege der Streuobstwiesen, das Aufstellen einer Ruhebank oder des Insektenhotels) sind Belege dieser steten Bemühungen. Mit dem Projekt „Schulbistro“ führt die Lebenshilfe im Saarpfalz-Kreis diese Bemühungen nun fort und beabsichtigt, die Möglichkeiten der Beschäftigung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen weiter auszubauen. So wird derzeit mit dem zuständigen Fachministerium eine Zielvereinbarung diskutiert, bis zum Jahr 2016 weitere Arbeitsplätze anzubieten.

Bei bestem Sommerwetter wurde das neue Schulbistro am Von der Leyen-Gymnasium von Landrat Clemens Lindemann, Schulleiter Christoph Kohl und SWA-Geschäftsführer Michael Immig zusammen mit vielen Interessierten eröffnet.

Modellprojekt zur Frühförderung

Test im Saarpfalz-Kreis soll 19 Monate dauern - landesweite Umsetzung angestrebt.
Ein neues Modellprojekt soll Leistungen der Integrationspädagogik und der Frühförderung zusammenbringen.'
"Frühföderung plus" heißt es und wird in den kommenden Monaten im Saarpfalz-Kreis getestet.

Saarbrücken. Chayenne, drei Jahre alt weist Entwicklungsstörungen in ihrer Sprache auf. Eine optimale Fördrung soll diese Störung beheben, um ihr später den Weg in eine Regelschule zu ebnen. Und dabei soll der Kleinen das MOdellprojekt "Frühförderung plus" zugute kommen. Das Projekt verzahnt die bisher getrennt laufenden Leistungen der Arbeitsstellen für Integrationspädagogik (IFF). In das Projekt verzahnt die bisher getrennt laufenden Leistungen der Arbeitsstellen für Integrationspädagogik (AFI) und der interdisziplinären Frühförderstellen (IFF). In das Projekt - zunächst im Saarpfalz-Kreis umgesetzt - fließen 1,8 Millionen Euro.

Wer für sein behindertes Kind oder sein Kind, das von einer Behinderung bedroht ist, eine Integrationshilfe im Kindergarten bekommt, als Leistung der Arbeitsstellen für Integrationspädagogik, hatte keinen Ansrpuch auf Leistungen der Frühförderung und umgekehrt. "Aus einer Hand quasi", sollen nun die Leistungen von AFI und IFF erbracht werden, wie Sozialminister Andreas Storm erklärte. Die KInder sollen beon beiden Leistungen profitieren. "Mit dem Projektwollen wir die Inklusion auch im Bereich der Frühförderung und Kindertageseinrichtungen weiter intensivieren", so Storm.

Träger des Modellprojektes "Frühförderung plus" ist das Sozialministerium, in Zusammenareit mit der Lebenshilfe Saarpalz und dem Caritas-Förderzentrum Paul-Josef-Nardini. Das Projekt ist zunächst auf 19 Monate angelegt. Ziel ist eine landesweite Umsetzung. Im Saarland bekommen derzeit rund 3500 KInder Frühförderung, 410 Kinder erhalten Lesitungen über die AFI. Es gibt 14 interdisziplinäre Frühförderstellen für Integrationspädagogik. Der Haushalt 2012 hält für diese Stellen einen Gesamtetat von 18 Millionen bereit. Aus deisem Etat fließen 1,8 Millionen Euro in das Modellprojekt "Frühförderung plus".

Feier inklusive tollem Programm

Mit einer gelungenen Mischung aus Information und Unterhaltung feierte die Lebenshilfe Saarpfalz am 11. Juli in der ausverkauften St. Ingberter Stadthalle ihr 50-jähriges Bestehen. Menschen mit und ohne Behinderung boten eine erstklassige Show.

Markus Gestier und Michael Immig, die beiden Spitzen der Lebenshilfe Saarpfalz, konnten nur zutiefst bedauern, dass viele, viele Kartenwünsche für den Gala-Abend am Samstagabend unerfüllt bleiben mussten: Der Saal der Stadthalle in St. Ingbert war schon lange restlos ausverkauft. Und wer keine Eintrittskarten bekommen hatte, der hatte auch eine tolle Veranstaltung verpasst. Seit 50 Jahren gibt es die Lebenshilfe Saarpfalz, hervorgegangen aus den beiden Lebenshilfen St. Ingbert und Homburg. Und so ein runder Geburtstag muss selbstverständlich auch gebührend gefeiert werden. In einer festlich dekorierten Stadthalle, das Musical-Flair war sozusagen überall spürbar, hatte man ins „Cabaret Lebenshilfe“ eingeladen. Und präsentiert wurde in einem überaus kurzweiligen Programm mit sehr vielen, erstklassigen Showelementen, dazwischen aufgelockert durch professionell aufbereitete Filme, welche einen sehr tiefen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe, aber auch in das alltägliche Leben der Menschen mit Behinderungen gewährten. Zunächst begrüßten Markus Gestier und Michael Immig die zahlreichen Gäste, darunter auch mehrere Landtagsabgeordnete und Vertreter all jener Institutionen, mit denen die Lebenshilfe zusammenarbeitet. Auch der neue Landrat Theophil Gallo war unter den Gästen. In einem Grußwort lobte auch Bernd Seiwert, Abteilungsleiter im Sozialministerium, die Arbeit der Lebenshilfe. Diese betreut Menschen mit Behinderungen von der frühen Kindheit bis ins Alter. Die Lebenshilfe bietet interdisziplinäre Frühförderung, medizinisch-therapeutische Dienste, Kindertagesstätten, Jugendhilfeangebote, offene Hilfen, Wohnen, Arbeit und Beschäftigung sowie Fahrdienste. Der Abteilungsleiter überbrachte die Grüße der wegen eines anderen Termins verhinderten Schirmherrin Monika Bachmann und lobte die Lebenshilfe Saarpfalz für ihre „beispielhafte Arbeit“. Und er versprach den Gästen, die Ministerin sozusagen „neidisch“ zu machen: „Ich werde ihr mitteilen, welch ein tolles, dynamisches Programm sie hier verpasst hat“. Und in der Tat, die Verantwortlichen hatten ein flottes Programm angeboten, bei dem wohl jeder auf seine Kosten kam. Da präsentierte zunächst Entertainer Kai Scheffel seine sprechenden Puppen, wobei vor allem der Papagei Rocky mit rotzfrechen Sprüchen das Publikum amüsierte. Dann demonstrierte die amerikanische Sängerin Bridget Fogle die Bandbreite ihrer souligen Stimme mit internationalen Hits. Kess und etwas frivoler dann die Damen (oder Herren?) der Travestiegruppe „Diamond Divas“, die mit überaus gelungen Ausschnitten aus ihrem Programm beim Publikum punkteten. Glanzvoller Höhepunkt des Galaabends dann der Programmteil „Musicals inclusiv“. In einem tollen Modellprojekt hatte sich der Rohrbacher Karnevalsverein „Dann wolle ma emol“ bereit erklärt, kostenlos ein Musicalprojekt einzustudieren, wobei dem Publikum viele Musical-Hits aller aktuellen oder auch schon älteren Musicals präsentiert wurden. Und die Menschen mit Behinderungen waren im Rahmen dieses Projektes „inkludiert“ und hatten sichtlich viel Spaß bei ihrer Bühnenperformance. „Es wuchs zusammen, was zusammen gehörte“, kommentierte Michael Immig die gemeinsame Probenarbeit und den gelungenen Auftritt. Das Publikum dankte es mit donnerndem Applaus.

Aus der SZ, von Erich Schwarz, 13.07.2015

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Lebenshilfe Saarpfalz übergibt neu erbaute „Verbundeinrichtung für Arbeit und Beschäftigung“ in Homburg-Erbach offiziell ihrer Bestimmung

Unter der Schirmherrschaft des Ministers für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Herrn Andreas Storm, wurde am Freitag, den 06. Juni die neue Verbundeinrichtung für Arbeit und Beschäftigung, eine Kombination aus Betreuungsplätzen für schwerstbehinderte Menschen und Arbeitsplätzen für Personen, die noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Neben Herrn Minister Andreas Storm konnte der erste Vorsitzende der Lebenshilfe Saarpfalz, Herr Dr. Markus Gestier, zahlreiche weitere Ehrengäste begrüßen. U.a. waren die CDU- und SPD-Landtagsfraktion mit jeweils zwei Mitgliedern des saarländischen Landtages, darunter der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Herrn Hermann Scharf, vertreten. Der Saarpfalz-Kreis wurde vom neu gewählten Landrat, Herrn Dr. Theophil Gallo, vertreten, der für den erkrankten Landrat Clemens Lindemann eingesprungen war. Die Stadt Homburg, der ein besonderer Dank für die kostengünstige Überlassung des Grundstückes ausgesprochen wurde, war mit 3 Repräsentanten, darunter Herr Bürgermeister Klaus Roth sowie dem 1. Beigeordneten Klaus Schneidewind vertreten. Ferner nahmen an der Veranstaltung Vertreter der saarländischen Werkstätten, darunter der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Herr Diethar Geber, Vertreter der saarländischen Tagesförderstätten, vertreten durch Herrn Peter Schön und Repräsentanten der bauausführenden Firmen, von Wohlfahrtsverbänden, Lebenshilfeorganisationen sowie Einrichtungen des öffentlichen Lebens, von Schulen, Gemeinden teil.

Im Pressegespräch mit unserer Redaktion verwiesen der Vorsitzende, Herr Dr. Markus Gestier, und der Geschäftsführer der Lebenshilfe im Saarpfalz-Kreis, Herr Michael Immig, auf die Abstimmungs-, Planungs- und Realisierungsphase der Projektumsetzung.  Erste Erörterungen zur Notwendigkeit einer Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für die Tagesförderstätte fanden bereits im September des Jahres 2009, damals noch unter dem verstorbenen Vorsitzenden Klaus Josef Tussing, statt. Es gelang, die Vertreter der öffentlichen Hand von der Notwendigkeit einer Neubaumaßnahme zu überzeugen, so dass im August 2010 eine Besichtigung des möglichen Baugeländes mit Vertretern der Fachabteilung erfolgen konnte. Mit Bescheid vom 28.10.2010 wurden  sodann die beiden Maßnahmen (Tagesförderstätte und Ausbau der Werkstätte) grundsätzlich genehmigt und in die Landesbehindertenplanung eingebunden, womit der „Startschuss“ gegeben war, die Planungen nun voranzutreiben und zu konkretisieren. Im April 2011 erfolgten  die Vorlage einer ersten Machbarkeitsstudie sowie  einer entsprechenden Raumplanung. Im Dezember 2011 wurden, unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Fachministeriums als auch der Bundesagentur für Arbeit, die konkreten Bauplanungsunterlagen eingereicht.

Im März des Jahres 2012  erfolgte sodann, gemeinsam mit der beauftragten Architektengruppe, Jürgen De Giuli & Lavall mit Sitz in St. Ingbert,  eine weitere Erörterung der Planungsunterlagen, um diese mit dem entwickelten Musterraumprogramm „Tagesförderstätten“ des Saarlandes nochmals abzustimmen. Mit Schreiben vom Juli 2012 teilte sodann das Fachministerium der Unteren Bauaufsicht und unserer Einrichtung mit, dass gegen das Vorhaben in der geplanten Form keine grundsätzlichen Bedenken bestehen, sodass auf dieser Basis die Ausführungsplanungen und Ausschreibungen begonnen wurden.

Die Anforderungen an das Architekturbüro bestanden darin, zum ersten Mal im Saarland eine Verbundlösung zwischen einer Tagesförderstätte und einer Werkstatt für behinderte Menschen unter Beachtung der unterschiedlichen Vorgaben zum Raumprogramm zu errichten. So wurde das Gebäude – gemäß den Vorstellungen der Bauherrschaft – in drei unterschiedliche Nutzungszonen eingeteilt, die dennoch gegenseitig voneinander profitieren. Im Mittelteil des Gebäudes sind die sogenannten mehrfunktionalen Räumlichkeiten (u.a. Kantine, Förderräume, Mehrzweckhalle) errichtet worden, an denen sich sodann der Arbeitsbereich der Werkstatt im linken Teil bzw. die Tagesförderstätte im rechten Teil des Gesamtkomplexes anschließt. Insgesamt wurden ca. 1.600 m² Nutzfläche errichtet, wovon unter Berücksichtigung von anteiligen Gemeinschaftsflächen ca. 740 m² auf die Tagesförderstätte und ca. 860 m² auf den Werkstattbereich entfallen.

Die zur Errichtung der Gebäude erforderlichen Kosten bezifferte der Geschäftsführer der Lebenshilfe Saarpfalz, Herr Michael Immig, auf ca. 3.4 Mio. €, die über Eigenmittel einschließlich Zuschuss der Deutschen Behindertenhilfe in Höhe von 110.000,00 €,  Kreditmitteln in Höhe von 2.2 Mio. € vor- bzw. refinanziert wurden und langfristig über entsprechende Berücksichtigung des Investitionsaufwandes in den Kostensätzen der Werkstatt und der Tagesförderstätte anteilig durch die öffentliche Hand wieder erstattet werden.

Nach übereinstimmender Auffassung der Gäste, so die Lebenshilfevertreter, sei es gelungen,  eine „ansprechende und moderne“ Einrichtung zu realisieren. Die gelungene Verbindung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen eines „Werkstattbetriebes“ und einer „Tagesförderstätte“ in einem Gebäude stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar;  die Einrichtung dient somit einer noch stärkeren Verbindung zwischen den bis dato eher unterschiedlich betrachteten Beschäftigungsangeboten.

 

Schlüsselübergabe